Gelenkerkrankungen beim Hund

Rheuma, Trauma, Erbkrankheit- Gelenkleiden beim Hund können in ihrer Vielfalt, Ausprägung und Ursache sehr unterschiedlich ausfallen. Gerade jetzt im unbeständigen Wechsel von warmer zur kalten Jahreszeit sind witterungsbedingte Steifheiten und Knochenschmerzen bei vorbelasteten Tieren keine Seltenheit. Um gesund und fit in den Herbst zu starten, kann der betroffene Hund einfach und sinnvoll unterstützt werden.

Für viele Gelenksleiden gilt, dass ihr Grundstein schon im Welpenalter und der Entwicklungsphase gelegt wurde. Gerade bei großen Rassen sind die richtige Aufzucht und der Einsatz einwandfreier Elterntiere essentiell für einen gesunden Bewegungsapparat. Hinter dem Herrchen hinterher humpelnde Bernhardiner sind nicht nur ein Bild des Jammers sondern können durch ein konsequentes Management in der Zucht häufig vermieden werden. Es ist hierfür in erster Linie wichtig, dass die natürlichen Wachstumsphasen des Hundes eingehalten werden, was damit beginnt dem Welpen nicht mehr Energie in den Fressnapf zu füllen, als er tatsächlich benötigt.

Die bekannteste chronische Gelenkerkrankung ist die Arthrose. Gelenkarthrosen sind chronische Einschränkungen im Bewegungsapparat, die durch Fehl- und Überbelastungen, Verletzungen oder Gelenkentzündungen entstehen. Es handelt sich  um eine degenerative Gelenkerkrankung, die in ihrem Verlauf zu einer Funktionsbehinderung des betroffenen Bereiches führt. Durch die Abbau- und Umbauprozesse innerhalb des Gelenkes ist eine Arthrose nicht mehr heilbar, jedoch kann Herrchen seinen Vierbeiner im Alltag sinnvoll unterstützen, um die Symptome zu lindern.

Weicher Liegeplatz

Wie man sich bettet, so liegt man- und das ist für einen Vierbeiner mit angeschlagenen Knochen doppelt so wichtig! Egal ob im Auto, im Büro oder Zuhause- überall  muss der Hund eine Möglichkeit haben bequem und  gut gepolstert zu liegen. Des Weiteren muss der Liegeplatz gut erreichbar und so beschaffen sein, dass der Vierbeiner nicht tief darin versinkt und anschließend nur mühsam wieder aufstehen kann.

Treppen meiden

„Mal lieber die Treppen, als den Aufzug nehmen“, ermahnt manch Fitnesstrainer seine Schützlinge. Doch was gut für die Figur ist, ist für einen Vierbeiner mit Arthrose pures Gift, denn das Treppensteigen ist eine sehr große Belastung für die betroffenen Gelenke. So sollten kranke Hunde lieber mit dem Aufzug fahren oder ebenerdig wohnen.

Keine großen Sprünge

Zu vermeiden sind Sprünge aus großer Höhe oder ganz klassisch in den Kofferraum. Wird der Vierbeiner zu schwer, um ihn ins Auto zu heben, so kann auf spezielle Einsteigehilfen zurückgegriffen werden. Die sehen zwar oft umständlich aus, sind aber blitzschnell montiert und äußerst praktisch.

Ballspiele

Plötzliche Stopp- und Drehbewegungen gehen auf die Gelenke. Ein klassisches Beispiel sind Apportierübungen und Ballspeile, bei denen der Hund schnell beschleunigt, um anschließend wieder abrupt abzubremsen. Solche Bewegungsabläufe verschlimmern die Symptome eines Hundes mit Arthrose dramatisch. Besser geeignet sind kleine Fahrradtouren bei denen der Vierbeiner auf gerader Strecke in einem mäßigen Tempo mit läuft.

Diät

Jedes Kilogramm zu viel auf den Rippen ist eine zusätzliche Belastung für die kranken Gelenke. Übergewicht muss daher als erste Maßnahme reduziert werden.

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