Calcium – Die richtige Mineralstoffmenge für Welpen

Der junge Welpe benötigt mehr Energie und Calcium für sein Wachstum als ein bereits ausgewachsener Hund. Aus diesem Grund muss sein Futter energiereicher und mehr Mineralstoffe enthalten, als ein Futter für erwachsene Hunde, um den erhöhten Bedarf ideal abzudecken. Der Energiebedarf eines heran wachsenden Welpen ist ungefähr doppelt so hoch wie der eines ausgewachsenen Hundes mit derselben Körpergröße. Grund hierfür sind der starke Gewebezuwachs und die Entwicklung des gesamten Körpers. Nach dem 6. Lebensmonat, wenn der Welpe ca. 40 Prozent seines Endgewichtes erreicht hat, sinkt dieser erhöhte Bedarf parallel zu seiner Wachstumskurve.

Calcium für die Knochen

Für die noch nicht ausgewachsenen Knochen benötigt der junge Hund eine erhöhte Calcium-Zufuhr. Diese ist genau wie der gesteigerte Energie- und Proteinbedarf ein Unterschied zu der Fütterung von erwachsenen Hunden. Hier gilt jedoch nicht, dass viel auch viel bringt, sondern dass es auf die richtige Menge ankommt. In den „Supplementen der Tierernährung“ von Meyer, Zentek, Kamphues (Schaper Verlag, 12. Auflage, 2014) werden für den Welpen  Calcium- Mengen von 180- 470mg pro Kilogramm metabolisches Körpergewicht/Tag empfohlen. Das metabolische Körpergewicht ist eine korrigierte Maßeinheit, die für die Ernährungsbedürfnisse und Mengenangaben in der Human- und Veterinärmedizin standardmäßig verwendet wird.

Das metabolische Körpergewicht

In der Ernährungslehre wird bei Mensch und Tier immer das metabolische Körpergewicht zum Vergleich genutzt, damit die unterschiedlichen Körpergrößen und Körperoberflächen besser miteinander verglichen werden können. Ein kleinerer Hund benötigt im Vergleich zu seinem großen Artgenossen mehr Energie über sein Futter.

Ein Schoßhund, der zwei Kilogramm wiegt, hat einen Kalorienbedarf von 80 Kilokalorien pro Kilogramm, während eine Dogge mit 60 Kilogramm Körpergewicht nur noch knapp 40 Kilokalorien pro kg benötigt. Grund hierfür ist, dass der kleinere Hund im Verhältnis zu seiner Körperoberfläche ein geringeres Körpervolumen hat, wodurch sein Wärmeverlust höher ist.

Der Verlust dieser Wärme muss über eine erhöhte Energie im Futter wieder ausgeglichen werden. In der Ernährungslehre muss deswegen der Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes nicht mit seinem Körpergewicht sondern seiner metabolischen Körpermaße berechnet werden.

Zur Berechnung der metabolischen Körpermaße wird das Körpergewicht mit 0,75 potenziert. Ein großer Hund mit einem Gewicht von 60 Kilogramm hat demzufolge eine metabolische Körpermaße von 21,56kg.

Mehr Calcium, mehr Phosphor

Genauso wichtig, wie der richtige Calcium- Gehalt des Futters ist das richtige Verhältnis zum Phosphor im Futter. Für Welpen ist hier ein Verhältnis von 1,5-1,8: 1 anzustreben. Das bedeutet, dass ein erhöhter Calcium-Gehalt auch immer mit einer Erhöhung des Phosphors einhergehen muss. Hintergrund dieses engen Verhältnisses ist, dass es bei einem Überschuss von Phosphor, der selber ein wichtiger Knochenbaustein ist, zu einem Calcium-Mangel kommt. Dies wirkt sich negativ auf die Knochengesundheit und Knochenstärke aus.

Calcium füttern

Die einfachste Methode dem jungen Hund Calcium anzubieten, ist es Knochen oder Knorpelteile zu verfüttern, da diese ein ideales Calcium-Phosphor-Verhältnis bieten. Zusätzlich zu der guten Versorgung mit Mineralstoffen werden die Zähne des Hundes gepflegt. Zahnstein wird vermieden und die Durchblutung des Zahnfleisches gefördert. Auf diese Weise wird die Zahngesundheit erhalten und ein problemloser Zahnwechsel gefördert. Ganz nebenbei bietet Herrchen seinem Vierbeiner eine gesunde und langanhaltende Beschäftigung, die obendrein noch hervorragend schmeckt.