Gemüsesorten-Liste für Hunde

Alfalfa (Luzerne)

Leider hat diese Pflanze in den letzten Jahren einen sehr schlechten Ruf in der Hundefütterung erhalten, da immer wieder behauptet wird, sie wäre für Hunde giftig. Das ist nicht nur absolut falsch, sondern auch sehr bedauerlich, da Alfalfa ein ausgesprochen guter, natürlicher Calcium-Lieferant ist und auch sonst viele gute Eigenschaften besitzt. Es liefert Vitamin K1, welches eine wichtige Rolle in der Blutgerinnung spielt. Außerdem besitzt es eine antikarzinogene Wirkung, stärkt das Immunsystem und sorgt mit seinen vielen Mineralstoffen für eine widerstandsfähige Haut und schönes, dichtes Fell.

Die falsche Annahme, Alfalfa sei für Hunde toxisch hat drei verschiedene Ursachen. Zum einen wird immer wieder abgeraten, sie während der Trächtigkeit zu geben, da die enthaltenen Phytoöstrogene fruchtschädigend wirken könnten. Allerdings kommen Phytoöstrogene in sehr vielen Pflanzen und auch in Nüssen und Sämereien vor. Um eine fruchtschädigende Wirkung herbeizuführen, müssten immens hohe Mengen verfüttert werden. Dies geschieht z.B. wenn Wiederkäuer zum Grasen auf Alfalfa-Weiden gestellt werden. Für Hunde ist nicht relevant.

Außerdem wurden bei Wiederkäuern nach dem Verzehr größer Mengen schaumige Gärungsprozesse im Pansen beobachtet. Hunde besitzen jedoch keinen Pansen, daher ist auch dies für sie nicht von Bedeutung.

Vor einigen Jahren gab es einen Fall von Vergiftung bei Hunden, die verdorbene Alfalfa-Silage gefressen hatten. Die Toxizität hatte ihre Ursache jedoch im Fäulnisprozess, nicht in der Pflanze selbst.

Im Gegensatz zur Alfalfa-Pflanze gibt es auch Alfalfa-Sprossen zu kaufen. Diese sollten tatsächlich nicht an Hunde verfüttert werden, da sie die Aminosäure L-Canavanin enthalten. Bei Studien an Affen führte diese zum Ausbruch einer lupusähnlichen Erkrankung. Mit fortschreitendem Reifeprozess baut sich L-Canavanin in der Pflanze ab.

Alfalfa wird am besten in Form von Alfalfa-Grünmehl verfüttert, das man einfach über das Futter streuen oder mit dem Gemüsebrei vermischen kann.


Algen

Algen sind ganz besondere Powerpakete und sollten zumindest kurmäßig immer mal wieder gegeben werden, sind aber auch für den Dauereinsatz geeignet. Sie beinhalten mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als jede andere Pflanze und liefern außerdem noch wertvolles Protein.

Die beiden wichtigsten Algen sind Spirulina und Chlorella, wobei Chlorella die Eigenschaft besitzt, den Körper zu entgiften (auch von Schwermetallen) und daher besser als Kur geeignet ist. Spirulina garantieren hingegen eine gewisse Grundversorgung und sollten daher regelmäßig gegeben werden. Die meisten Hunde mögen Spirulina sehr. Entgegen der weit verbreiteten Befürchtung, die Alge könne zu Schilddrüsenproblemen führen, besteht hier keine Gefahr, da Spirulina wenig bis kein Jod enthalten. Es handelt sich nämlich um eine Süßwasseralge. In speziellen Zuchtfarmen hergestellt, die einen hohen Zertifizierungsstandard unterstehen, sind sie weder mit Schadstoffen belastet, noch mit Schwermetallen und eben auch praktisch Jodfrei. Es lohnt sich dabei also auf jeden Fall, eine hochwertige Qualität zu kaufen. Am besten Bio.


Chlorella

100 g Chlorella liefern etwa 45-55 g Protein und 3- 35 g Kohlenhydrate, sowie 15-26 g Ballaststoffe. Darüber hinaus auch noch 30 mg Vitamin C und 0,5 mg Vitamin K, 600 mg Calcium, 460 mg Magnesium und 260 mg Eisen. Chlorella enthalten etwa doppelt soviel Jod wie Spirulina, nämlich 0,6-0,7 mg. Chlorella enthalten auch Omega-Fettsäuren. Omega 3 mit 3200 mg und Omega 6 mit 2300 mg.


Spirulina

100 Gramm Spirulina liefern 60 Gramm Eiweiß (großteils in Form von Aminosäuren), 1,8 mg Folsäure, 3,7 mg Beta-Carotin, und 0,6 mg Retinoläquivalent. Darüber hinaus Alle Vitamine der B-Gruppe. Besonders reich sind Spirulina an Mineralstoffen. 848 mg Natrium, 1100 mg Kalium, 920 mg Magnesium, 644 mg Calcium, 20 mg Eisen, 102 mg Phospor, 2 mg Kupfer, 10 mg Zink, 112 mg Chlorid, 1 mg Flourid, 0,4 mg Jodid (zum Vergleich: ca. 0,3 mg Jod sollte ein 20 Kilo-Hund pro Tag erhalten. Bei einer Fütterung von ca. 1 Gramm Spirulina pro Hund und Tag ist die mit Spirulina aufgenommen Jodmenge daher praktisch nicht relevant.), 4,5 mg Mangan und 460 mg Schwefel. Außerdem liefert Spirulina sämtliche Aminosäuren.

Was im Zusammenhang mit Spirulina immer wieder thematisiert wird, ist der B12-Gehalt, der sich zu 80 % aus B12-Analoga und nur 20 % echtem B12 zusammensetzen soll. B12 ist im Körper wichtig für die Zellteilung, Blutbildung und Funktion des Nervensystems. Ein hochgradiger Mangel kann sogar Epilepsie begünstigen. Der Körper kann B12 nicht selbst herstellen, es muss daher mit der Nahrung zugeführt werden. Bei Pflanzenfressern wird ein Großteil des B12 im Dickdarm (bei Wiederkäuern im Vormagen) von darin vorkommenden Bakterien gebildet und anschließend in der Leber und der Niere zwischengespeichert. Daher sind z.B. Innereien auch sehr reich an B12.

Es kursiert die Behauptung, dass B12 Analoga die Rezeptoren für B12 besetzen und somit dessen Aufnahme hemmen würden. Dies konnte jedoch bisher in keinen Studien bestätigt werden. Auch tierische Produkte liefern einen Teil B12-Analoga statt echtes B12. Die aufgenommene Menge an B12 Analoge mit 1 Gramm Spirulina am Tag ist darüber hinaus verschwindend gering.

Bei einer abwechslungsreich gestalteten Rohfütterung ist eine ausreichende Versorgung an B12 gewährleistet. Sorgen über eine Unterversorgung sind völlig unbegründet, unabhängig von der Futterergänzung mit Spirulina.


Artischocke

Sie enthalten viele B-vitamine (B3 – 602 Mikrogramm, B5 – 230 Mikrogramm, ebenso B1, B2, B6, B7 und B9) sowie Vitamin K (56 Mikrogramm). Sie sind reich an kalum (195 mg) und Phosphor (130 mg), enthalten aber wenig Calcium (56 mg). Dafür Fluor (50 Mikrogramm) und Kupfer (339 Mikrogramm) und nahezu alle Aminosäuren. Der Gehalt an Mangan (0,38 mg) ist in der Artischocke so hoch wie in keinem anderen Gemüse. Genau wie beim Menschen ist Artischocke auch beim Hund gut für die Leber und den Cholesterinwert. In kleinen Mengen und gegart kann sie verfüttert werden, sofern der Hund den Geschmack akzeptiert, was leider nicht immer der Fall ist.


Aubergine

Im rohen Zustand sind Auberginen wegen des enthaltenen Solanin giftig für Hunde. Gekocht dürfen sie in geringer Menge verfüttert werden. Da aber eine Vielzahl an Gemüsesorten vorhanden ist, die sich besser für Hunde eignet, sollte man auf die Fütterung von Auberginen (ebenso wie auf Paprika und Tomaten) verzichten.


Blumenkohl

Blumenkohl liefert Kalium (155 mg), Calcium (20 mg), Phosphor (40 mg), Magnesium (15 mg) und Vitamin C (45 mg). Er gehört geschmacklich zu den neutraleren Gemüsesorten und wird daher von den meisten Hunden gut angekommen. Gekocht ist er besser verdaulich und kann so auch mit etwas Salz oder Brühe schmackhafter gemacht werden.


Bohne

Roh dürfen Bohnen auf keinen Fall gefüttert werden, da sie Phasin enthalten, das für Hunde giftig ist und im Extremfall sogar zum Tod führen kann. Kochen zerstört das Phasin, daher sind Bohnen gekocht in geringen Mengen durchaus vertretbar, können aber bei empfindlichen Hunden zu Blähungen führen. Sie liefern Magnesium, Calcium, Schwefel, Kalium und Phosphor


Broccoli

Broccoli enthält viele Mineralstoffe und Vitamine, darunter Kalium (350 mg), Calcium (100 mg) Magnesium (20 mg) Vitamin A (140 mg) und Vitamin C (110 mg). Allerdings enthält er auch viel Oxalsäure, die wiederum Calcium bindet. Daher sollte Brokkoli genau wie Rote Beere, Spinat oder Mangold immer mit einem Calciumlieferanten gefüttert werden. Geeignet sind hier Quark, Hüttenkäse, Hartkäse oder auch Fleischknochenmehl bzw. zerstoßene Eierschalen. Die Kombination von oxalsäurehaltigem Gemüse mit calciumhaltigen Lebensmitteln führt außerdem dazu, dass sich die Oxalsäure an das Calcium der Nahrung bindet und so über den Darm wieder aus dem Körper herausgeschleust wird, ohne dass es in den Nieren und der Blase die Bildung von Oxalat-Steinen verursachen kann. Eine weitere Möglichkeit, den Oxalsäuregehalt zu reduzieren, ist, das Gemüse zu kochen. Hierdurch werden zwischen 40 und 80 % der Oxalsäure herausgelöst. Das Kochwasser darf dann allerdings nicht mitverfüttert werden!

Wenn der Hund allerdings bereits zu Oxalat-Blasensteinen neigt, sollte auf die Fütterung von oxalsäurehaltigen Gemüsesorten besser ganz verzichtet werden.


Eisbergsalat

Salate liefern generell eine Vielzahl an Mineralstoffen und haben dabei wenig Kalorien. Sie schmecken frisch und werden von Hunden in püriertem Zustand meist gern angenommen. Neben Magnesium (7 mg), Schwefel (16 mg), Calcium (19 mg), Phosphor (20 mg) und Kalium (175 mg), sind auch Eisen, Zink, Mangan und Fluorid enthalten.

Salat liefert Vitamin K, B-Vitamine, Folsäure und Vitamin A. Neben Möhren sollten daher vor allem Salate in der Rohfütterung nicht fehlen.


Endiviensalat

Ein nährstoffreicher Salat, der eine gute Akzeptanz bei Hunden hat. Er liefert sowohl Vitamin A ( 280 Mikrogramm) als auch dessen Vorstufe Beta-Carotin (1,7 mg). Darüber hinaus B-Vitamine, Folsäure, Vitamin E (1 mg) und Vitamin K (0,2 mg). Er ist reich an Kalium (346 mg), liefert aber ebenso Fluorid, Calcium, Phosphor, Natrium und Magnesium, sowie weitere Mineralstoffe und Spurenelemente und Aminosäuren. Daher darf er gerne als Basisgemüse regelmäßig gefüttert werden. Es sollte jedoch auch hier – wie bei allen Salaten – möglichst auf Bio-Qualität geachtet werden, da Salat generell häufig hohe Nitratwerte aufweist.


Feldsalat

Er gehört mit zu den gesündesten und mineralstoffreichsten Salaten. Calcium (35 mg), Chlorid (70 mg), Kalium (420 mg), Magnesium (13 mg), Natrium (4 mg), Phosophor (49 mg) und Schwefel (57 mg). Daneben die wichtigsten Spurenelemente und eine Vielzahl an Vitaminen. Geschmacklich ist er etwas kräftiger als die anderen Blattsalate, dennoch mögen Hunde ihn in der Regel gern.


Fenchel

Die ätherischen Öle des Fenchels wirken sich positiv auf Magen und Darm aus. Manche Hunde mögen sie allerdings nicht so gern, andere wiederum nehmen ihn wegen des leicht süßlichen Geschmacks sehr gern. Während homöopathischen Behandlungen ist die Gabe von Lebensmitteln, die ätherische Öle enthalten, eher nicht angezeigt. Hingegen hat sich gerade bei leichten Halsentzündungen und Husten Fencheltee mit Fenchelhonig als bewährtes Hausmittel erwiesen.

Frischer Fenchel liefert Calcium (109 mg), Magnesium (49 mg), Phosphor (51 mg), Kalium 494 mg), Natrium (86 mg), Schwefel (50 mg), sowie die Vitamine  C (93 mg) und E (6 mg), aber auch B-Vitamine, Vitamin K und Vitamin A.


Gerstengras

Es gilt inzwischen als eines der neuen Superfoods und liefert in der Tat viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Man erhält es in Pulverform und streut es einfach über das Futter oder vermischt es mit dem pürierten Gemüse. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist mit 832 zu 437 mg ideal. Darüber hinaus liefert Gerstengras Eisen (153 mg), Zink, Mangan, Magnesium und Kupfer.


Gurke

Gurken haben einen hohen Wasseranteil und sind sehr geschmacksneutral, was sie zu einer guten Basis für Gemüse-Mix macht. Sie liefern viele Mineralstoffe, darunter Kalium, Calcium und Magnesium, sowie Melatonin, was sich ausgleichend und schlaffördernd auswirkt. Daher sind Gurken auch für nervöse und gestresste Hunde eine gute Futterergänzung.

Wichtig ist, bei Gurken auf Bio-Ware zurückzugreifen, da viele Nährstoffe in oder direkt unter der Schale sitzen und man bei Bio-Gurken die Schale mitverfüttern kann.


Kartoffel

Als gut verträgliche Kohlehydratquelle, die auch noch positiv auf die Magenschleimhäute wirkt, nehmen Kartoffeln unter den Nachtschattengewächsen einen  Ausnahmestatus ein und sollten durchaus regelmäßig gegeben werden. Aufgrund ihres Gehaltes an Solanin dürfen sie ausschließlich gekocht verfüttert werden, wobei das Kochwasser nicht mitverwendet werden sollte. Grüne Stellen unbedingt großzügig herausschneiden! Die Schalen nicht mit verfüttern. Kartoffel liefern viel Kalium (328 mg), ihr Calcium/Phosphor-Verhältnis ist eher ungünstig weshalb die Mahlzeit mit Hüttenkäse, Quark oder einem Calciumsupplement ergänzt werden sollte.

Kartoffeln eignen sich auch für Hunde, die ein wenig an Gewicht zulegen sollen.


Knoblauch

Immer wieder wird davor gewarnt, Hunden Knoblauch zu verfüttern, da dieser genau wie Zwiebeln für Hunde giftig sei. Zwiebelgewächse, Knoblauch und Bärlauch enthalten Sulfurverbindungen, die das Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase vermindern. Ein Enzym, das die Zellwände der roten Blutkörperchen schützt. Eine dauerhafte Fütterung in hoher Dosis kann daher zu Blutarmut führen. Allerdings macht hier vor allem die Menge das Gift. Eine hämolytische Veränderung tritt lt. Studien bei Zwiebeln ab einer Gabe von 15-30 g/kg Körpergewicht ein. Toxisch wird es sogar erst ab 50 g/kg Körpergewicht. Bei Knoblauch waren Veränderung ab 5 g/kg Körpergewicht festzustellen, die jedoch ausnahmslos innerhalb kürzester Zeit reversible waren.

Kein Mensch wird jedoch auf die Idee kommen, einem 20 Kilo-Hund 100 Gramm Knoblauch oder 300 Gramm Zwiebeln zu füttern.

Da Knoblauch eine sehr positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem besitzt und antibakteriell sowie immunsteigernd wirkt, ist die gelegentliche Gabe kleiner Mengen unbedenklich, sofern der Hund dies mag. Auch wird immer wieder über eine wurmwidrige und parasitenabwehrende Wirkung berichtet, die man sich zunutze machen kann.


Kohlrabi

Er liefert viele B-Vitamine sowie Calcium (68 mg), Kalium (380 mg), Magnesium (43 mg), Phosphor und Schwefel (jeweils 50 mg). Außerdem Eisen (1 mg), Fluorid und Kupfer, sowie viele Aminosäuren. Leicht gegart ist er oft besser bekömmlich. Die meisten Hunde mögen ihn gern. Auch die Blätter dürfen hier püriert mitverfüttert werden. Mit seinem hohen Anteil an Ballaststoffen fördert er zudem eine gute Verdauung.


Kopfsalat

Auch hier gilt wieder, saisonal und regional zu bevorzugen oder am besten gleich auf Bio-Qualität zu achten, damit der Salat keine allzu hohen Nitrat-Werte aufweist.

Beachtet man dies, ist der Kopfsalat ein Lieferant von vielen Mineralstoffen und Spurenelementen. Darunter Vitamin A, Beta-Carotin, B-Vitamine, Vitamin E und Vitamin K, Calcium, Phosphor, Kalium und Fluorid, Kupfer, Eisen und Zink. Er sollte in der Rohfütterung nicht fehlen.


Kresse

Frische Brunnenkresse liefert viel Calcium (180 mg) bei eher geringem Phosphorgehalt (64 mg). Sie enthält viel Schwefel (100 mg), Chlorid (109 mg), Kupfer, Mangan und Zink. Außerdem ist sie reich an Eisen (3,14 mg). Man kann sie frisch geschnitten über das Futter streuen oder mit anderem Obst und Gemüse pürieren. Kresse enthält Stoffe, die wie ein natürliches Antibiotikum wirken und somit unerwünschte Keime im Körper bekämpfen.


Kürbis

Alle für den Mensch genießbaren Kürbisse dürfen auch an den Hund verfüttert werden. Gerne genommen wird der Butternut, aber auch der Pumpkin. Das Fruchtfleisch ist reich an Kalium (351 mg), liefert aber auch Zink, Eisen und Magnesium sowie viele Vitamine. Der Kürbis wirkt immunstärkend und entzündungshemmend. Auch seine Kerne können gemahlen verfüttert werden und stärken ähnlich wie beim Menschen die Blasenfunktion und (beim Rüden) die Prostata.


Kohl

Enthält sehr viel Vitamine und Mineralstoffe vor allem Calcium (212 mg), Kalium (490 mg), Schwefel (110 mg) und Vitamin C (105 mg). Aber auch die Vitamine der B-Gruppe, sowie Vitamin A, E und K. Der Eisengehalt ist mit 1,9 mg ebenfalls nicht uninteressant. Kohl wird am besten gegart verfüttert, da er dann weniger blähend wirkt. Er unterstützt die Verdauung und stärkt das Immunsystem, weshalb er gerade in der kalten Jahreszeit gut geeignet ist. Da er im Vergleich mit anderen Gemüsesorten den höchsten Gehalt an Betacarotin aufweist in Kombination mit Vitamin E besitzt er eine zellschützende antikarzinogene Wirkung.

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Mangold

Die Pflanze enthält außerordentlich viel Vitamin K (400 Mikrogrmm), außerdem Vitamin A 588 Mikrogramm) und E (1,5 mg) sowie Natrium, Calcium, Magnesium, Kalium und Eisen. Allerdings ist sie genau wie Spinat auch reich an Oxalsäure, weshalb sie stets zusammen mit calciumhaltigen Komponenten oder gekocht verfüttert werden sollte. Hunden mit einer bekannten Neigung zu Oxalatsteinen sollte nur selten Mangold gefüttert werden.


Möhre

Sie gehören zu den wichtigsten pflanzlichen Futterkomponenten in der Rohfütterung von Hunden, sind reich an Ballaststoffen, liefern viele Mineralstoffe und einen hohen Anteil an fettlöslichem Beta-Carotin – der Vorstufe von Vitamin A. Außerdem Folsäure, Magnesium, Calcium, Phosphor und Pektin. Ihr Aroma verdanken sie den enthaltenen ätherischen Ölen, die eine positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt aufweisen.

Rohe Möhren wirken treibend, gekochte Möhren stopfend. Bestens bewährt bei Durchfallerkrankungen hat sich daher die Morosche Karottensuppe, da sie sowohl den Durchfall hemmt als auch die schädlichen und ursächlichen Keime im Darm bekämpft. Grund dafür ist die enthaltene Oligogalakturonsäure, die den von den Bakterien angesteuerten GAL-1-4-Gal-Rezeptor besetzt, sodass diese sich nicht länger festsetzen und vermehren können. In ihrer Wirkung ist die Morosche Karottensuppe damit den modernen Antibiotika sogar teilweise überlegen, da sie den Organismus nicht weiter belastet und die gesunden Darmbakterien in Ruhe lässt.

Das Rezept:
500 g geschälte Karotten in 1 Liter Wasser gut eine Stunde kochen und anschließend pürieren. Die gesamtmenge auf einen Liter mit frischem Wasser auffüllen und ein Teelöffel Salz hinzugeben. Verrühren und in kleinen Portionen mehrmals über den Tag verteilt füttern.  Sobald sich eine Besserung einstellt (oder aber, wenn der Hund die reine Möhrensuppe gar nicht anrühren mag) kann mageres gekochtes Hühnchenfleisch dazugegeben werden.

Genau wie alle anderen Gemüsesorten mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen, sollten Möhren während einer homöopathischen Behandlung eher nicht gegeben werden.


Paprika

Gefüttert werden dürfen ausschließlich rote Paprika, die man am besten vorher abkocht, denn auch Paprika enthalten als Nachtschattengewächs Solanin. Grüne, gelbe und orange Paprika sind für den Hund gänzlich tabu!

Paprika enthalten Kalium (260 mg), Vitamin C (140 mg) und Vitamin E (2,9mg). Außerdem Beta-Carotin und Vitamn A, sowie die meisten Vitamine der B-Gruppe. Dennoch sollte die rote Paprika äußerst selten gegeben werden.


Rotkohl

Rotkohl hat einen hohen Gehalt an Vitamin C (22,85 mg), ist reich an Eisen (0,38 mg), Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmende sowie antioxidative Wirkungen haben. Der besseren Verträglich wegen sollte Rotkohl gegart verfüttert werden. Aufgrund des leicht süßlichen Geschmacks wird er relativ gern von den Hunden angenommen. Sein Gehalt an Ballaststoffen fördert eine gute Verdauung.


Romanesco

Die „grüne Variante“ des Blumenkohls bringt Abwechslung und Mineralstoffe in den Napf. Er enthält mehr Vitamin C (45 mg) als sein weißer Vetter. Außerdem B-Vitamine, Vitamin K (32 Mikrogramm) und Vitamin E, sowie nennenswerte Mengen an Eisen (0,5 mg) und Kupfer (47 Mikrogramm). Darüber hinaus liefert er viele sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem unterstützen. Wie alle Kohlarten, wird er besser gegart verfüttert.


Rosenkohl

Rosenkohl liefert viele Mineral- und Ballaststoffe, sowie Vitamin A, C und B1, 2, 3, 5, 6 und 9. Ebenso Folsäure (37 Mikrogramm) Die enthaltenen Bitterstoffe sind gut für Leber und Galle. Viele Hunde mögen die kleinen Röschen ausgesprochen gerne. Zur besseren Verdaulichkeit sollte man sie blanchieren, gerne auch mit einer Prise Salz im Kochwasser.


Rote Beete

Aufgrund ihres hohen Vitamin -, Kalium – und vor allem Folsäure-Gehaltes – 93 Mikrogramm (gekocht 48), davon 70 Mikrogramm frei (gekocht nur noch 7) – ist die Rote Beete ein beliebtes Gemüse. Die Blätter können gekocht gleichfalls verzehrt werden. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und unterstützen die Funktion der Leber.
Doch auch hier sollte auf Bio-Qualität zurückgegriffen werden, da auch Rote Bete in geringen Mengen Nitrat einlagert, das im Körper zu krebserregendem Nitrit umgewandelt wird.
Rote Bete sollte darüber hinaus (genau wie Brokkoli, Spinat und Mangold) wegen ihres hohen Oxalsäuregehalts stets gekocht oder in Kombination mit einem Milchprodukt oder Calciumsupplement gegeben werden. Hunde mit einer Neigung zu Oxalatsteinen sollten besser keine Rote Beete bekommen.


Rucola/Rauke

Rucola ist reich an Calcium (160mg) bei eher geringem Phosphorgehalt (64 mg). Dafür liefert er Schwefel (100 mg), Kupfer (140 mg), B-Vitamine und Vitamin K (250 Mikrogramm). Allerdings reichert er sich stark mit Nitrat an, das im Körper in das krebserregende Nitrit umgewandelt wird. Diverse Analysen haben hier immer wieder hohe Werte ermittelt, die diesen Salat auch für den Menschen eher kritisch darstellen. Wenn man ihn verfüttert, sollte man daher auf Bio-Qualität zurückgreifen. Es empfiehlt sich jedoch, andere Salatsorten zu bevorzugen und Rucola eher selten bis gar nicht zu verfüttern.


Schwarzwurzel

Der Spargel des armen Mannes schmeckt auch vielen Hunden gut. Er liefert viel Kupfer (302 Mikrogramm), sowie Vitamin E (6,3 mg) und B-Vitamine. Außerdem enthalten Schwarzwurzeln Inulin, welches sich positiv auf den Blutzucker und die Verdauung auswirkt, denn es nährt die positiven Darmbakterien. Auch Schwarzwurzeln sind besser verdaulich, wenn sie vor dem Verfüttern leicht gegart werden.


Sellerie

Sellerie enthält viele ätherische Öle, weshalb einige Hunde zunächst skeptisch reagieren. Die meisten fressen ihn jedoch sehr gern. . Er liefert vor allem Kalium (344 mg), Calcium (80 mg), Vitamin E (200 Mikrogramm), B6 (90 Mikrogramm) und Folsäure.
Sellerie wirkt harntreibend. Aufgrund der ätherischen Öle sollte er während homöopathischen Behandlungen genau wie Fenchel eher nicht gegeben werden.


Spargel

Er enthält Vitamin E (2,3 mg), Folsäure (48 Mikrogramm), Kupfer, Fluorid, Zink und Eisen. Spargel wirkt leicht entwässernd. Aufgrund seines neutralen Geschmacks lässt er sich gut unters Futter mischen und wird in der Regel problemlos mitgefressen. Mit seinem Gehalt an Ballaststoffen unterstützt der die Verdauung.


Spinat

Spinat ist reich an Eisen (4 mg), Kalium (450 mg), Calcium (130 mg) Magnesium (23 mg), Natrium (65 mg) und Phosphor (45 mg). Außerdem weist er einen hohen Gehalt an Beta-Carotin auf.

Spinat sollte (wie Brokkoli, Mangold und Rote Bete) gekocht oder zusammen mit einem Calciumlieferanten (Quark, Hüttenkäse, Fleischknochenmehl, Eierschalen u.ä.) gefüttert werden. Darüber hinaus ist Bio-Ware vorzuziehen, da Spinat sich häufig mit Nitrat anreichert, welches im Körper in schädliches Nitrit umgewandelt wird.


Tomate

Auch in Tomaten ist wie in allen Nachtschattengewächsen das für Hunde giftige Solanin enthalten. Durch Kochen wird es entfernt, daher können gekochte Tomaten gelegentlich gegeben werden. Auch überreife Tomaten sind in geringen Mengen unbedenklich, da das Solanin sich während dem Reifeprozess abbaut. Der Nährstoffgehalt von Tomaten ist für Hunde eher uninteressant, weshalb man auf die Verfütterung grundsätzlich verzichten kann.


Weißkohl

Durch das enthaltene Vitamin C (46 mg) und das auf natürliche Weise antibiotisch wirkende Thiocyanat ist Weißkohl sehr gesund und zerstört – anders als chemische Antibiotika – nicht das natürliche Darmmilieu. Er liefert Vitamine der B-Gruppe, Provitamin A, Kupfer, Eisen und wertvolle Aminosäuren.

Ihm werden allerhand gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. So soll er krebsvorbeugend, entzündungshemmend und blutverdünnend sein und mit seinen Ballaststoffen die Verdauung anregen.

Da er wie alle Kohlarten blähend wirken kann, ist es sinnvoller, ihn püriert oder noch besser gekocht zu füttern. Die beste Fütterungsvariante ist als Sauerkraut. Viele Hunde nehmen es in dieser Form gern. Die Milchsäuebakterien sind wertvoll für den Aufbau und Erhalt einer gesunden Darmflora (auch nach Antibiotikagabe, Wurmkur oder Impfung). Bei Verdacht auf einen verschluckten Fremdkörper hat sich die Gabe ebenfalls bewährt, da Sauerkraut diesen umschließt und so leichter durch den Körper schleust. Gleiches gilt, wenn man es ergänzend zur Knochenfütterung gibt.


Wirsing

Auch der Wirsing gehört zu den Kohlsorten, die besser blanchiert, gedünstet oder gekocht verfüttert werden, da sie dann nicht mehr so stark blähend wirken wie im rohen Zustand. Wirsing liefert viele B-Vitamine sowie Vitamin E (2,5 mg) und Vitamin K (100 Mikrogram). Roh enthält er außerdem viel Vitamin C. Außerdem eine Vielzahl von Mineralstoffen und Spurenelementen.  Die enthaltenen Senföle wirken antibakteriell. Wirsing eignet sich gerade im Winter ausgezeichnet als Basis für die Gemüsemischung, wenn regionaler frischer Salat eher knapp ist.


Zucchini

Die Zucchini gehört zu den Kürbissen und darf sowohl roh wie auch gekocht verfüttert werden. Sie ist kalorienarm und leicht verdaulich. Dabei liefert sie dem Körper viele Ballaststoffe, sowie außerdem Kalium (152 mg), Calcium (30 mg), Phosphor (25mg), Natrium, Eisen und die Vitamine A und C.


Zwiebel

Häufig kursieren Gerüchte im Internet, dass das Füttern von Zwiebeln für Hunde tödlich sei. Diese Aussage ist so allerdings nicht korrekt.  Zwiebelgewächse, Knoblauch und Bärlauch enthalten Sulfurverbindungen, die das Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase vermindern. Ein Enzym, das die Zellwände der roten Blutkörperchen schützt. Eine dauerhafte Fütterung in hoher Dosis kann daher zu Blutarmut führen, weil die roten Blutkörperchen zerstört werden. Allerdings sind dafür sehr große Mengen erforderlich. Eine hämolytische Veränderung tritt lt. Studien bei Zwiebeln ab einer Gabe von 15-30 g/kg Körpergewicht ein. Toxisch wird es sogar erst ab 50 g/kg Körpergewicht. Das würde bedeuten, einem 20 Kilo-Hund 300 Gramm Zwiebeln zu füttern, die er vermutlich aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle allerdings sowieso nicht fressen würde.

Da eine Fütterung von Zwiebeln für den Hund nicht sinnvoll ist, erübrigt sich die Überlegung, dies zu tun. Geringe Mengen (z.B. bei der Verfütterung von übrig gebliebenen Bratkartoffeln oder Frikadellen) schaden ihm jedoch nicht und dürfen ohne schlechtes Gewissen gegeben werden.

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