Teilbarfen – Ja oder Nein?

Einigen Hundebesitzern ist es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, ihren Hund ausschließlich mit Rohkost zu füttern. Andere wissen nicht viel über die moderne Fütterungsmethode und trauen sich deshalb nicht an sie heran. Doch es gibt einen interessanten Kompromiss: das Teilbarfen.

Was ist Teilbarfen?

Teilbarfen bedeutet – wie der Name schon sagt – seinen Hund nicht vollständig zu barfen, sondern nur zum Teil. Das heißt, der Hund bekommt z. B. morgens kaltgepresstes Trockenfutter als Nicht-Barf-Mahlzeit und abends dann eine Barf-Mahlzeit, wie rohes Fleisch. Vor allem für Hundebesitzer, die ihr Tier vorsichtig an die Rohkost-Fütterung gewöhnen wollen, ist das Teilbarfen eine Möglichkeit.

Warum Teilbarfen?

Das Barfen hat ebenso viele begeisterte Anhänger, wie mahnende Kritiker. Tierärzte fürchten bei der Verfütterung von Rohkost mehr Unverträglichkeiten und Krankheiten bei den Vierbeinern. Vom Teilbarfen wird erst tendenziell sogar eher abgeraten. Es heißt: Entweder ganz oder gar nicht! Allerdings vertragen viele Hunde diese Methode nichtsdestotrotz erstaunlich gut.

Teilbarfen ist auf jeden Fall besser als gar nicht zu barfen. Ein Vergleich, der die Situation näher bringt, ist z. B. der Folgende: Ein Vierbeiner, der jeden Tag Trockenfutter oder Frischfutter aus der Dose frisst, ernährt sich in etwa so wie ein Mensch, der jeden Tag Fast Food verschlingt und das ist natürlich alles andere als gesund. Außerdem freut sich der Hund über Abwechslung im Futternapf.

Probleme beim Teilbarfen

Es gibt Hunde, die das Teil-Barfen nicht vertragen. In diesem Fall muss natürlich sofort reagiert und die Ernährung des Vierbeiners umgestellt werden. Probleme beim Teilbarfen können auftreten, weil Rohfutter und Fertigkost ganz andere Anforderungen an den Verdauungstrakt des Hundes stellen.

Aufgepasst werden muss bei der Dosierung des Futters. Auf keinen Fall sollte einfach drauf losgefüttert werden. Die richtige Futtermenge muss der Hundebesitzer berechnen. Da dies beim Teilbarfen noch schwieriger fällt als beim normalen Barfen, sollte nach Möglichkeit eine Fachkraft, wie ein Ernährungsberater für Hunde, dabei helfen. Wer die verfütterten Barf-Rationen und die enthaltenen Inhaltsstoffe kennt, kann diese mit einem individuellen Futter-Mix für eine vollwertige Ernährung des Hundes ergänzen.


Die Entscheidung liegt beim Besitzer

Wer Teilbarfen möchte, soll es ausprobieren. ABER GANZ WICHTIG: Fertigfutter nicht mit Rohkost mischen, sondern getrennt voneinander servieren. Mit Junghunden sollte man außerdem besonders vorsichtig umgehen, da sie sehr empfindlich sind.

Gastbeitrag von Wunschfutter.de