Yorkshire Terrier

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Geschichte

Im Gegensatz zu den meisten anderen Zwerghunderassen ist der Ursprung des Yorkshire Terriers keineswegs in Schlössern oder Gemächern feinster Damen gehobener Schichten zu finden, sondern – ganz im Gegenteil dazu – in den ärmsten Vierteln der aufblühenden Industriestädte im Nordengland des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

In allen Schichten wurden Hunde gehalten. Um zu verhindern, daß arme Leute Hunde zum Wildern abrichteten, gab es seit der Zeit von Rittertum und Lehnswesen Gesetze, die es verboten, daß Leibeigene oder Lehnarbeiter große Hunde hielten.

Die Geschichte des Yorkshire Terriers begann gegen 1780 mit der Industrialisierung in den   größeren Städten der Grafschaft Yorkshire. Die Arbeiter aus der Umgebung kamen in die Städte, um Arbeit in den Fabriken zu finden. Sie brachten auch ihre Hunde mit, und nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung erwachte in den um Yorkshire ansässigen Webern der Ehrgeiz, einen ganz eigenen Typ Hund zu züchten.

Die offizielle Anerkennung des Yorkshire Terriers als eigenständige Rasse erfolgte durch den Englischen Kennel Club im Jahre 1886.

Mit der Blütezeit des englischen Bürgertums fand der Yorkshire Terrier Eingang in die Salons und wurde gesellschaftsfähig.

Der Yorkshire Terrier geht aus einer Kreuzung zwischen dem Paisley Terrier beziehungsweise der hieraus hervorgegangenen Abzweigung des Skye Terrier und dem Waterside Terrier hervor.

Das Ziel der Zucht war der klassische Ratten- und Mäusebeißer. Im Gegensatz zu den heute verbreitet zu findenden Yorkshire Terriern wiesen die Erstzuchten noch eine kompaktere Körpergröße auf. Schnell nahm der Yorkshire Terrier dann seinen Weg vom Nutzhund der Weber, Bergleute und Fabrikarbeiter in ihren Wohnvierteln zu einem Statussymbol für die Reichen, wie es für viele Nutzhunderassen auch galt.

Aussehen

Der Yorkshire Terrier ist kompakt und wird bis zu 24 cm groß und drei kg schwer. Sein langes seidiges Fell ist meist stahlblau. An der Brust ist das Fell für gewöhnlich heller. Unterwolle ist bei dieser Rasse nicht vorhanden. Die Ohren sind V-förmig und aufrecht.

Gesundheit

Eine artgerechte Haltung und gute Pflege vorausgesetzt, können Yorkshire Terrier ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen. Generell gilt: Je kleiner der Terrier ist, umso anfälliger ist er für Krankheiten. Außerdem neigen Yorkshire Terrier zu Zahnproblemen. Da überzüchtete Tiere sehr nervös sein können, ist es wichtig, den Yorkshire Terrier bei einem vertrauensvollen Züchter zu kaufen. Weitere Krankheiten, die bei dieser Hunderasse gehäuft vorkommen, sind Bronchitis und Lymphangiektasie, eine pathologische Erweiterung der Lymphgefäße. Yorkshire Terrier haben eine äußerst empfindliche Verdauung, weshalb eine einheitliche Ernährung besonders wichtig ist. Auf ihm unbekannte Lebensmittel kann das Tier recht schnell mit Nervosität reagieren.

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Weiterführende Informationen

Bildquelle: Fotolia ©Pavel Timofeev

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