Havaneser

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Geschichte

Der Havaneser gehört zur Rassegruppe der Bichons. Zu seinen Verwandten zählen Malteser und Bologneser, also uralte Hunderassen. Es wird angenommen, dass die Stammväter der Havaneser mit italienischen Schiffen nach Kuba kamen. Die Schiffskapitäne verwendeten die kleinen Luxusgeschöpfe als Mitbringsel für die kubanische Damenwelt. Diese rissen sich um den winzigen Kerl, denn man konnte ihn nicht nur bequem in Körben und Taschen unterbringen und überall hin mitnehmen, sondern heimste auch noch automatisch jede Menge Komplimente für ihn ein. Es dauerte nicht lange und auch Nordamerika wurde auf seinen goldigen Charakter, den schmachtenden Blick und das unvergleichlich weiche Fell aufmerksam. Er öffnete der feinen Gesellschaft die Türen für ihre Geschäftsbeziehungen.

Die ersten Havaneser wurden damals als „Havanna-Silk Dog“ (Havannas Seidenhündchen) nach Kubas Hauptstadt benannt. Auf der Karibik-Insel machten die kleinen Havaneser Karriere und wurden zum Symbol für Luxus. Solange, bis man sie aus Kuba verbannte. Also ging´s durch die Karibik in die USA („ sie waren „lebendiges Symbol des Kapitalismus“), wo sich die High Society ebenfalls rasch für ihn begeisterte. Doch währte der Ruhm des Havanesers nicht ewig. Ihn ereilte das gleiche Schicksal wie seinen Cousin, den Bologneser.

Die Menschen erhoben andere Rassen zum Trend und so gingen diese, welche damals von ehemals Exilkubanern in den 60er Jahren der Vereinigten Staaten von Amerika während der Kennedy-Ära mit gebracht wurden, fast verloren. Zeitweise kam er in den USA so gut wie gar nicht mehr vor.

Aussehen

Der Havaneser ist zwar ein kleiner Zwerghund, aber kein verhätscheltes Schoßhündchen – sondern eine Persönlichkeit im Kleinformat. Ein Zwerghund von leicht rechteckigem Format. Die Schulterhöhe beträgt 23 bis 27 cm. Gewicht ca. 4-6 kg. Der Oberkopf ist flach und breit. Der Stop ist mäßig ausgeprägt. Der Fang ist relativ schmal. Er hat eine schwarze Nase und ein Scherengebiß. Die Augen sind ziemlich groß, sehr dunkel und mandelförmig. Relativ hoch angesetzte Hängeohren mit Faltenbildung. Die Kruppe ist abfallend und die Rute hoch getragen, lang und seidig behaart. Tiefe Brust mit gewölbten Rippen. Die Haare sind eher glatt oder leicht gewellt, mit wenig Unterwolle. Die Haare werden halb-bis dreiviertel-lang und nur unter den Füßen und eventuell am Fang leicht geschnitten. Farben: selten reinweiß, alle Farben (von beige bis schwarz) mit oder ohne, mehr oder weniger weiße Abzeichen sind erlaubt. Die Farben können sich bei einem Welpen noch verändern.

Anforderungen

Der Havaneser wird in die Gruppe der Gesellschafts- und Begleithunde eingeteilt. Er ist sehr anpassungsfähig und folgsam. Er eignet sich als Familienhund mit Kindern genau so wie als Einzelhund, z.B. für Senioren. Wegen seiner Gelehrigkeit eignet sich der Havaneser auch für den Hundesport, wie z. B. Agility.

Gesundheit

Die Havaneser gelten als eine sehr gesunde Rasse. Züchter aus der ganzen Welt beobachten die Tiere auf mögliche neue Krankheiten sehr genau, um sicherzustellen, dass keine Krankheit aufkommt die möglicherweise ernsthafte Folgen für die Population und auch die Popularität dieser Rasse haben könnte. Häufige Krankheiten sind Taubheit, Hüft- oder Elenbogen Dysplasie, Patellaluxation, Achondroplasie. Die sind nur mögliche Krankheiten die auftreten können, wie bei anderen Hunderassen auch, es gibt also keinen Grund für Panik.

Langhaarige Havaneser benötigen eine regelmäßige Fellpflege. Die Ohren müssen regelmäßig kontrolliert und gesäubert werden, damit ist der Havaneser vor Infektionen geschützt.

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Bildquelle: Fotolia ©R.Bitzer Photography